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Hypnotherapie
Hypnotherapie
kann man definieren als die Anwendung hypnotischer Trance (Einleitung
und Nutzung eines veränderten Bewusstseinszustandes) und hypnotischer
Phänomene in der Psychotherapie.
Es
handelt sich dabei um einen freiwilligen, von der Therapeutin induzierten
und von dem Patienten/der Patientin gewollten und kontrollierbaren
Trance-Zustand - einen Zustand tiefster Aufmerksamkeitsfokussierung.
Während der Trance-Phase ist die Aufmerksamkeit des Patienten/der
Patientin zum größten Teil nach innen gerichtet. Äußere Reize werden
meist nur noch abgeschwächt wahrgenommen und spielen eine untergeordnete
Rolle. Moderne Hypnose wird heute sehr erfolgreich in verschiedenen
Bereichen der Medizin, Zahnmedizin, Psychologie und Psychotherapie
angewandt.
In
Trance ist die innerseelische Flexibilität erhöht, und die PatientInnen
haben dadurch leichter Zugang zu den eigenen Problemlösefähigkeiten
und Ressourcen (Potentiale eines Menschen, z.B. Fähigkeiten, Fertigkeiten,
Kenntnisse, Geschicke, Erfahrungen, Talente, Neigungen und Stärken,
die oftmals gar nicht bewusst sind. Innerhalb einer Psychotherapie
können diese Kraftquellen genutzt werden, um den Heilungsprozess
zu fördern). Damit kann sich der Mensch leichter aus dem Zustand
der Hilflosigkeit befreien und sich in den der Kompetenz und Selbstwirksamkeit
versetzen. In diesem Zustand ist die Kontrolle des Bewusstseins
des Patienten/der Patientin mehr im Hintergrund, unbewusste Prozesse
kommen dann stärker in den Vordergrund.
Um
Heilungs-, Such- und Lernprozesse zu fördern, wird entweder Hypnose
praktiziert (z.B. die Augen auf einen Punkt richten und auf die
Stimme der Therapeutin hören), oder es werden alltägliche Tranceprozesse
für die therapeutische Arbeit genutzt wie etwa das Erzählen oder
Vorlesen einer Geschichte. Hypnotherapie kann auch als Selbsthypnosetraining
bzw. das Erlernen von Entspannungsübungen gestaltet werden.
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